Die neuesten fünf Galerie-Fotos (zum Vergrößern anklicken):                                                                 Die neuesten 48 Fossilien    Neue Kommentare

Geschrieben am 11/01/2020, 00:20 von Steinkern Verlag
heft40
Geschrieben am 10/01/2020, 00:06 von Udo Resch
isophlebia-aspasiaVertreter der Libellen-Familie Isophlebiidae sind großwüchsig und besitzen kräftig gebaute Körper. Ihre Hinterflügel sind nahe der Flügelbasis deutlich breiter als die Vorderflügel (BECHLY 2015). Isophlebia aspasia ist die größte aus den Solnhofener Plattenkalken bekannte Spezies. Sie bringt es auf Spannweiten von rund 24 cm. Unter den Insekten der Solnhofener Plattenkalke sind Libellen besonders beliebte Sammlungsobjekte, da sie nicht nur selten sind, sondern durch ihre Größe und Ästhetik auch optisch spektakulärer als die meisten anderen Insekten. Wie spektakulär, darüber entscheidet neben der Erhaltungsqualität vor allem auch die Präparation. Udo Resch, der auf Ebay einen Isophlebia-Rohling ergatterte, unterzog das suboptimal geklebte und für seine Begriffe noch längst nicht fertig präparierte Stück einer 18-stündigen Generalüberholung. Zeigen sich in den zahlreichen Bildern der Einzelschritte zunächst nur geringe Fortschritte, so staunt man beim direkten Vergleich von Vorher- und Nachherbild am Ende, wie stark sich Ausgangsstadium und Endergebnis doch unterscheiden - beinahe wie Tag und Nacht. Wie sehr sich die Überarbeitung gelohnt hat, sehen Sie im Bericht.
Geschrieben am 24/12/2019, 00:00 von Sönke Simonsen
meeressausstellung-buendeAm Sonntag, 15. Dezember 2019 wurde im Dobergmuseum eine neue Sonderschau eröffnet. Der Titel der Sonderausstellung, die bis zum 17. Mai 2020 besichtigt werden kann, lautet "Endlose Weiten und lichtlose Tiefen – Das Blau unseres Planeten". Auf mehr als 300 m² werden hunderte Exponate gezeigt, der größte Teil davon Fossilien. Die sehenswerten Versteinerungen werden in Erdzeitalter-Systematik präsentiert, zeichnen somit den Verlauf der Evolution nach und bilden einen Teil des typischen Fossilinventars der jeweiligen Erdzeitalter in groben Zügen ab. Sie stammen überwiegend aus dem gut bestückten Archiv des Dobergmuseums, wo sie rund 25 Jahre im Dornröschenschlaf verbrachten. Jetzt werden sie in einer in dieser Form einmaligen Zusammenstellung der Öffentlichkeit präsentiert – eingebettet in eine Ausstellung die sich auch den rezenten Meeren und ihren empfindlichen Ökosystemen widmet. Ökosysteme, die das Resultat von hunderten Millionen Jahren evolutionärer Entwicklung sind, sind heute durch vom Menschen verursachte Umweltverschmutzung stärker bedroht denn je - die Ausstellung legt den Finger in diese Wunde und schafft es für mehr Nachhaltigkeit im Umgang mit der Umwelt zu sensibilisieren. Insgesamt lohnt sich in Kombination mit der Besichtigung der Dauerausstellung des Dobergmuseums, die eine bedeutende regionale Fossiliensammlung umfasst (u. a. mit Seekuh und Zahnwal aus dem Oligozän des Dobergs), für Fossilienfreunde eine längere Anreise.
Geschrieben am 19/12/2019, 13:13 von Simon Studer
boerse-freiburgViele lokale Fossilien- und Mineralienbörsen blicken auf eine Jahrzehnte währende Tradition zurück. Oft von lokalen Vereinen organisiert, erfreuen sich diese Verkaufsveranstaltungen auch heute noch großer Beliebtheit bei Anbietern und Besuchern. Die Vorteile liegen auf der Hand: die Anreise ist kurz, anbieterseitig sind vergleichsweise geringe Standmieten zu bezahlen und das wirkt sich auch auf die Preise der angebotenen Fossilien positiv aus, wovon wiederum die Besucher profitieren. Natürlich ist die Angebotspalette wesentlich begrenzter als auf den großen Messen, was aber z. T. durch eine regionale Prägung des Angebots wettgemacht wird. Auf den 42. Mineralien- und Fossilientagen in Freiburg im Breisgau, die von der VFMG-Bezirksgruppe Freiburg auf die Beine gestellt wurde, hat sich das Fossilangebot in den letzten Jahren, entgegen dem Trend auf den meisten großen Messen, sogar im Umfang und der Qualität verbessert. Außerdem bietet die Veranstaltung einiges an Mitmachaktivitäten für Kinder. Auch präsentieren Studenten der Uni Freiburg dort z. B. ein Wasserdampf speiendes Vulkanmodell. Simon Studer hat für Steinkern.de einen Bericht über die Veranstaltung des Jahres 2019 zusammengestellt, der vielleicht schon jetzt Lust darauf machen wird, im Jahr 2020 vorbeizuschauen?
Geschrieben am 13/12/2019, 13:31 von Norbert Wannenmacher
mineralien-und-fossilienAls Fossiliensammler trifft man im Gelände oft kaum auf andere Personen. Am häufigsten laufen einem befreundete Fossiliensammler über den Weg, manchmal aber auch Mineraliensammler. Der Grund dafür: es gibt erhebliche Überschneidungen bei den Fundstellen. Die logische Konsequenz: Auch als Fossiliensammler stößt man immer wieder beim Fossilien suchen mehr oder weniger zufällig auf Mineralien. Dabei treten Kristalle stellenweise sogar bevorzugt an Fossilien gebunden bzw. in deren Inneren auf, man findet sie z. B. in nicht vollständig auskristallisierten Kammerhohlräumen von Ammoniten (Drusen). Während Mineraliensammler z. T. sogar Fossilien gezielt knacken, um an Mineralien zu gelangen – für Fossiliensammler eine Horrovorstellung – wird der Fossiliensammler sich auf ohnehin schon zerbrochene oder anderweitig beschädigte Stücke beschränken, derer es genug gibt. Im Laufe einiger Jahre können aus sporadischen Aufsammlungen von "Beifang" attraktive kleine Spezialsammlungen entstehen, wie Norbert Wannenmacher anhand einer Auswahl typischer Beispiele aus dem Jura Süddeutschlands im Artikel zeigt. Sein Artikel mag auch als Anregung dienen, sich die Welt der Mineralien bei der Fossiliensuche zu erschließen, denn so manches unvollkommene Fossil kann bei genauer Betrachtung ästhetische Schätze und aussagekräftige Informationen in sich bergen und bringt gleichzeitig farbliche Kontraste in die Sammlung.

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