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Geschrieben am 06/08/2022, 14:53 von Fritz Lang
dactiliocerasstufe2Fritz Lang berichtet von der 35-stündigen Präparation einer zirka 39 x 43 cm großen Stufe mit 46 bis maximal etwa 8 cm großen Ammoniten der Gattung Dactylioceras aus der Dactylioceras-Bank des Unteren Toarciums von Käswasser (Gemeinde Kalchreuth, Mittelfranken). Den Ortsnamen Kalchreuth verbinden viele Fossiliensammlerinnen und -sammler mit der heute auflässigen Tongrube im Oberen Pliensbachium, einem ehemals beliebten Pleuroceraten-Fundort von überregionaler Anziehungskraft. Dass in den darüber lagernden Schichten u. a. in Kalchreuth-Käswasser bei Baumaßnahmen sporadisch gute Fundmöglichkeiten für Fossilien des Toarciums bestehen, war bis vor Kurzem fast nur Lokalsammlern bekannt. Fritz Lang präparierte im vergangenen Winter mehrere Stufen, die er bereits vor 25 Jahren auf einer Baustelle in Kalchreuth-Käswasser barg. Der erste Präparationsbericht erschien im Dezember 2021 unter dem Titel "Dactylioceras-Stufe mit Hildoceras bifrons aus Käswasser (Kalchreuth)" auf Steinkern.de, hier folgt nun eine nicht weniger beeindruckende Fortsetzung. Fritz Langs Artikel beschreibt die Präparationsschritte und enthält darüber hinaus eine GIF-Animation vom Aufsetzen der zahlreichen Ammoniten in Originalposition auf der Matrix. Die vorgestellte Stufe wurde von der Steinkern.de Community zum Fossil des Monats November 2021 gekürt.
Geschrieben am 27/07/2022, 15:24 von Udo Resch
asteropyge-gerolsteinDie Geeser Trilobitenfelder (der Fundort wird auch "Pelm-Salmer Weg" genannt) erstrecken sich im südöstlichen Teil der Gerolsteiner Kalkmulde. Schon im frühen 19. Jahrhundert erlangten sie überregionale Bekanntheit als der Geologe und Paläontologe Heinrich Georg Bronn die beiden häufigsten Geeser Trilobiten Phacops (Geesops) schlotheimi und Phacops latifrons von dort beschrieb. Generationen von Wissenschaftlern und Sammlern genossen ungehinderten Zugang zur Lokalität, bis es seit der Unterschutzstellung im Jahr 1987 ruhiger um den Fundort geworden ist. Da bis dahin von vielen fleißigen Händen gegraben wurde und die Trilobiten durchaus in größerer Zahl vorkamen, hat man bei Sammlungsauflösungen ab und an noch die Chance an Rohmaterial kommen, das (umso mehr noch mit heutiger Präpariertechnik!) sehr schöne Exponate erbringen kann, wie man anhand des Berichts nachvollziehen kann. Der Autor präparierte ein 4 cm großes Individuum von Asteropyge comes BASSE 2003 aus dem Flesten Member (Ahrdorf-Formation).
Geschrieben am 22/07/2022, 12:00 von Paul Freitag
chasmops-praeparationPaul Freitag präparierte in 60-stündiger Feinarbeit einen Trilobiten der Gattung Chasmops aus einem Ordovizium-Geschiebe für Jan Deppermann, den dieser vor rund drei Jahren in einer Kiesgrube bei Malente (Schleswig-Holstein) gefunden hatte. Im Bericht wird der Prozess der Präparation detailliert beschrieben. Anfangs war noch ungewiss, ob der Trilobit überhaupt komplett im Gestein enthalten sein würde. Nachdem dieser kritische Punkt zu Anfang positiv abgeklärt werden konnte, erschien ein hoher Zeitaufwand für die restliche Präparation, die aufgrund der Fragilität des Fossils äußerst sorgsam ausgeführt werden musste, gerechtfertigt. Nach Ende der Präparation erfolgte eine Restaurierung von Fehlstellen. Am Ende ist der Trilobit, der zur Art Chasmops tallinnensis ÖPIK 1937 gehört, nicht nur eine Seltenheit, sondern auch ein Eyecatcher für Jan Deppermanns Geschiebe-Sammlung.
Geschrieben am 22/07/2022, 12:00 von Paul Freitag
chasmops-preparationIt took Paul Freitag 60 hours to prepare a Chasmops trilobite from a Ordovician erratic boulder. The trilobite was found about 3 years ago by Jan Deppermann in a gravel pit near Malente (Schleswig-Holstein). In the article the preparation is described in detail. Initially it was uncertain, whether the trilobite was complete or not. This had to be checked first and luckily the trilobite turned out to be almost completely preserved in the rock. Therefore a continuation of the preparation seemed worthwhile. The time-consuming prepwork had to be done very carefully due to the fragility of the trilobite shell. After the preparation small missing bits of the trilobite were restored. After all the trilobite of the species Chasmops tallinnensis ÖPIK 1937 isn´t only a rarity, but also an eyecatcher for Jan Deppermanns collection of glacial erratic fossils.
Geschrieben am 16/07/2022, 00:38 von Justus Güttler
chelotritonWer gerade keine Gelegenheit dazu hat, im Gelände auf Fossiliensuche zu gehen, kann aufs Internet ausweichen und dort auf Entdeckungstour gehen. Auch online lassen sich interessante Fossilien aufstöbern. So geraten auch Stücke aus Lokalitäten fern der Heimat mit wenigen Klicks in Reichweite. Justus Güttler schaute sich im Herbst 2020 Fossilangebote bei eBay an. Er war auf der Suche nach Stücken, aus denen sich durch präparatorische Überarbeitung noch etwas herauskitzeln ließe. Hierbei geriet ein miozäner Krokodilmolch der Gattung Chelotritus aus Bosnien und Herzegowina in seinen Fokus. Leider war offensichtlich schon beim Aufspalten der Platte am Fundort einiges an Fossilsubstanz verloren gegangen und das Negativ mit den Resten nicht vorhanden. Die Oberfläche der Knochen war teilweise lädiert und das dennoch eindrucksvolle Fossil war teilweise ergänzt worden. Der Autor entwickelte eine Agenda zur Generalüberholung des Stücks unter ästhetischen Gesichtspunkten. Nach Entfernen der Ergänzungen, goss der Autor die freiliegende Seite mit dünnflüssigem Kunststoff auf und verstärkte sie mit einer Glasfasermatte. Später machte er sich von der anderen Seite aus an die Freilegung des Chelotriton. Was aus dem 16 cm langen Krokodilsalamander innerhalb 60-stündiger Präparationsarbeit wurde, erfahren Sie im Artikel.

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