Die neuesten fünf Galerie-Fotos (zum Vergrößern anklicken):                                                             Die neuesten 100 Fossilien    Neue Kommentare

Geschrieben am 13/07/2021, 00:47 von Steinkern Verlag
heft46
Geschrieben am 30/06/2021, 16:09 von Udo Resch
caturus-spaltpaarEs gibt viele Wege Fossilien auf Gesteinsmatrix in Szene zu setzen, doch führen nicht alle nach Rom. Im Einzelfall kann man sich trefflich darüber streiten, welche die beste Gestaltungsoption ist - ein Stück weit ist dies auch Geschmackssache, zu einem gewissen Teil auch eine Platzfrage. Es gibt durchaus "No-Gos", ansonsten ist das Meiste der individuellen Entscheidung des Präparators (und/oder seines Auftraggebers) überlassen. Bereits bei der Bergung von Fossilien sollte man die Gestaltungsoptionen erstmalig durchspielen. Klar ist, dass man in jedem Fall alle Steine mit Fossilsubstanz bergen muss, doch manchmal reichen Bruchstellen so nah ans Fossil heran, dass zur idealen Darstellung noch Anschlusssteine geborgen werden sollten. Im vorliegenden Fall war das Fossil, ein caturider Fisch aus den Solnhofener Plattenkalken, großzügig als Spaltpaar, das jeweils aus zwei großen dünnen Platten bestand, geborgen worden. Der Präparator spielte zunächst alle Möglichkeiten der Präparation durch - von der Transferpräparation bis hin zur Bewahrung des Spaltpaars mit einem Großteil des geborgenen Umgebungsgesteins - für welche Variante er sich schlussendlich entschied und warum und wie er diese umsetzte, all das erfahren Sie im Bericht.
Geschrieben am 02/06/2021, 15:31 von Guido M. Berndt (Berlin)
nostalgisches-aus-dem-plattenkalkSeit nunmehr über drei Jahrzehnten sind Guido und Roman Berndt begeisterte Sammler von Fossilien aus den Solnhofener Plattenkalken. 2015 gaben sie das Steinkern-Spezialheft „Sammeln und Präparieren von Fossilien aus den Solnhofener Plattenkalken“ heraus, das bereits 2018 vergriffen war und im selben Jahr neu aufgelegt worden ist. Guido Berndt stellt in einer Reihe von kurzen Homepage-Beiträgen die nostalgischen Aspekte des Hobbys in den Vordergrund – back to the roots. Gerade die kleinen Erfolge am Anfang der „Fossiliensammler-Laufbahn“ sind es, die den Grundstein einer kontinuierlichen Beschäftigung mit dem Thema legen. Durch ihre individuelle Geschichte erscheinen uns die ersten Funde oftmals noch bedeutsamer als spätere Entdeckungen von vergleichbarer Qualität. Die Artikel in dieser Reihe werden sich im Wesentlichen aus Erinnerungen, sporadischen Kalenderaufzeichnungen und alten Fotos sowie aus den Funden selbst zusammensetzen. Am 2. Juni erschien der 2. Teil, der auf einem (zur Einordnung ausführlich kommentierten) wiederentdeckten Reisetagebuch aus dem Sommer 1988 basiert.
Geschrieben am 30/05/2021, 20:36 von Sönke Simonsen
baustelle-muensterlandIn diesem Artikel werden aktuelle Fundmöglichkeiten im Campanium (Oberkreide) des Münsterlandes beschreiben, die im Zuge des Verlegens einer Erdgasfernleitung entstanden. Die Leitung ist inzwischen bereits in Betrieb, doch harrt ein rund zwei Kilometer langer Trassenabschnitt noch seiner Renaturierung. Hier existiert noch fossilreicher Aushub, der Fundmöglichkeiten für Seeigel, Schwämme, Muscheln, Schnecken, Belemniten, Ammoniten, Spurenfossilien usw. bietet. Der Verfasser berichtet über die Funde aus zwei Exkursionen an den vergangenen Wochenenden. Nach kräftigen Regenfällen sind z. T. gute Lesefunde möglich, ansonsten lässt sich durch das Aufklopfen des Materials noch manch schöner Fund bergen. EXKLUSIVBERICHT FÜR REDAKTEURE VON STEINKERN UND ABONNENTEN DER STEINKERN-ZEITSCHRIFT.
Geschrieben am 21/05/2021, 19:48 von Fabian Weiß
hildaites-murleyiDas Altdorfer Toarcium (oberer Unterjura) ist bekannt für schalenerhaltene Ammoniten, bisher aber nicht dafür, dass sich deren Schalen bei der Präparation auch komplett bewahren lassen. Die Trennfuge verläuft im Bereich der Wohnkammern unter der Schale und beim Sticheln in Fossilnähe platzt diese nahezu unvermeidlich ab. Typische präparierte Exponate zeigen eine dunkelbraune Wohnkammer (Steinkern) und einen gelblich-beschalten Phragmokon, was durchaus ästhetisch aussieht. Fabian Weiß fand im Frühjahr 2021 in der Altdorfer Gegend einen Laibstein mit einem rund 10 cm großen Hildaites. Sein Ziel war es, dessen Schale bei der Präparation möglichst vollständig zu erhalten. Bei der Bergung am Fundort barg er die abgeplatzte Schale des Venters und transferierte diese später erfolgreich auf das Positiv. Im Zuge der über 20-stündigen Präparation des Laibsteins gelang es ihm mittels vorsichtiger Herangehensweise und Feinstrahltechnik mit Eisenpulver und Härten von Schwachstellen mit Sekundenkleber auch die restliche Schale des Ammoniten nahezu komplett zu erhalten. Beim Präparieren tauchten außerdem noch weitere Ammoniten auf, wodurch eine schöne Fossilstufe aus dem Präparat wurde. Der Bericht versteht sich als Plädoyer dafür, ausgewählte und hierfür geeignete Altdorfer Ammoniten mit Gegenstücken zu bergen und diese komplett mit Schale freizulegen. Auch wenn es vielleicht nicht in allen Fällen klappen wird, den Versuch ist es allemal wert. Es besteht im Erfolgsfall die Chance auf Highend-Sammlungsstücke in bisher kaum gesehener Qualität, was einen entsprechend erhöhten Zeiteinsatz allemal rechtfertigt.

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