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Der Steinkern - Heft 12

Erscheinungsjahr: 2013 / ISSN: 1867-8858 / 68 Seiten, Format DIN A5, Farbdruck

 

• Ein Teilprofil des Oberen Muschelkalks bei Göttingen –
Sedimentologische und biostratigrafische Notizen

• Fossilien aus dem Pliensbachium von Ehenfeld

• Eine Exkursion ins Nördlinger Ries – Fossilien sammeln im „Geschiebe“

• Neue Funde aus der klassischen Lokalität Halle (Westfalen)

• Details zur Anatomie des heteromorphen Ammoniten Hyphantoceras reussianum aus dem Turonium Nordwestdeutschlands

 

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Mit Heft 12 hat "Der Steinkern" ein neues Gesicht bekommen. Das Cover wurde zugunsten eines größeren Titelbildes und einer gefälligeren Optik neu gestaltet.

 

Der ausführlichste Artikel im neuen Heft ist ein 23-seitiger Bericht über Fossilien aus dem Göttinger Muschelkalk, der durch eine Baumaßnahme zeitweise zu einem Dorado für Ceratiten-Freunde wurde. Die Autoren Stefan Wagner und Klaus Heisig gehen nicht nur auf die Fossilführung ein, sondern auch auf die Sedimentologie und Biostratigrafie und liefern Profilbeschreibungen. Trias-Sammler und Muschelkalk-Spezialisten kommen hier voll auf ihre Kosten. Fachbegriffe werden so erläutert, dass auch der Laie alle Zusammenhänge verstehen kann. Wer den Unterschied zwischen "Podcast" und "pot cast" kennenlernen möchte, kann im Exkurs am Ende des Artikels sein Wissen über merkwürdige "pot cast" genannte und bisher aus dem Muschelkalk (weitgehend?) unbekannte Sedimentstrukturen erweitern.

 

Ehenfeld ist ein klingender Name für jeden Sammler von Fossilien des Unteren Jura. Die wohlerhaltenen, nahezu schneeweißen Kalzit-Steinkerne von Ammoniten diverser Gattungen gehören zu den attraktivsten fossilen Kopffüßern, die man in Europa finden kann. Die Autoren Armin Bauer und Sönke Simonsen stellen die Fossilien dieses Fundorts - allesamt aus der Sammlung A. Bauer - in ihrem 14-seitigen Bericht auf 35 Abbildungen vor. Anhand des Vergleichs mit den Abbildungen lassen sich eigene Fossilien aus dem Unteren Pliensbachium, insbesondere Ammoniten, relativ einfach auf Gattungsebene identifizieren. Auf den Feldern um Ehenfeld bestehen, nachdem eine Gasleitungsbaustelle in den 1970er Jahren die besten Funde brachte, noch immer Fundmöglichkeiten durch die landwirtschaftliche Bewirtschaftung.

 

Nördlinger Ries und Steinheimer Becken sind die einzigen Impakt-Strukturen Deutschlands. Die Geologen Johannes Kalbe und Rainer Albert berichten auf 11 Seiten mit 30 Abbildungen äußerst unterhaltsam über eine Exkursion zu den Meteoritenkratern, die neben Impakt-Brekzien und Strahlenkegeln auch "geschockte" und perfekt erhaltene Fossilien aus dem Mitteljura sowie miozäne Süßwassermollusken aus Sedimenten des Kratersees des Steinheimer Beckens lieferte. Zeichnungen von Rainer Albert illustrieren schematisch die Geologie der unterschiedlich großen Krater, deren Entstehung im Artikel veranschaulicht wird. Es handelt sich um ein lohnendes Exkursionsgebiet, der Fossilien und der Geologie wegen.

 

Halle Westfalen ist weltweit bekannt als Fundstelle des Ammoniten Hyphantoceras reussianum. Freilich stammen die über alle Grenzen hinweg gehandelten "Korkenzieher-Ammoniten" nicht alle aus dieser Lokalität, sondern auch aus anderen Steinbrüchen Norddeutschland, aber der Haller Steinbruch Foerth ist zweifelsohne die berühmteste und ergiebigste Fundgrube gewesen. Inzwischen hat der Betreiber gewechselt. Im 6 Seiten umfassenden Bericht geht Sönke Simonsen auf die heutigen Fundmöglichkeiten ein und zeigt anhand einer Geländeskizze, wo die Suche in der immerhin 350 Meter mächtigen (!) Schichtfolge noch heute Erfolg (und sogar noch recht ansprechende "Korkenzieher") verspricht.

Passend dazu berichtet Udo Resch über anatomische Details der Gattung Hyphantoceras aus Halle Westfalen. In seinem 3-seitigen Artikel bildet er Mikro- und Makrokonche ab, beschreibt deren bizarren Gehäusebau und erklärt, wie sie sich unterscheiden lassen.

 

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Ferner enthält Heft 12 Kurzberichte mit diesen Themen:

 

• Eine keineswegs alltägliche Grabgemeinschaft aus Sengenthal (Paul Winkler)

• mineralien hamburg 2012 (Sönke Simonsen)

• Wie der Phönix aus der Asche, oder Restauration eines Acanthoscaphites aus Promoisel / Rügen (Paul Freitag)

• Fund eines fast kompletten Ohrwurms im Moler von Fur (Karsten und Solveig Witteck)

 

 

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