Die neuesten fünf Galerie-Fotos (zum Vergrößern anklicken):                                                                 Die neuesten 48 Fossilien    Neue Kommentare

Geschrieben am 23/08/2016, 14:49 von Udo Resch
ceratarges-praeparation-und-restaurationDie zum Kopfschild der Trilobiten gehörigen Freiwangen zählen bei vielen Spezies zu den empfindlichsten bzw. am schwächsten mit dem Rest des Panzers verbundenen Hartteilen und sind daher des Öfteren disartikuliert oder fehlen ganz. Häufig betroffen von diesem "Problem" ist auch der Stachel-Trilobit Ceratarges aus dem Devon von Marokko. Der Autor des Artikels, Udo Resch, übernahm ein Exemplar mit einer solchen Fehlstelle, auf einem handlichen Stein vergesellschaftet mit einem Phacopiden, von einem Sammlerfreund und führte die Präparation zu Ende - die fehlende Freiwange wurde restauriert. Genaueres über den modernen Triatholon aus Beschlagen, Präparieren und Ergänzen lesen und sehen Sie im Artikel.
Geschrieben am 17/08/2016, 16:10 von Danylo Kubryk
pseudogarantianen-und-garantianen-aus-dem-steinbruch-winnberg-sengenthalBei einer Steinkern-Grabungsaktion im Bajocium (Mitteljura) von Sengenthal kamen 2014 u. a. zahlreiche kleine schalenerhaltene Ammoniten aus der Garantiana-Zone zu Tage, von denen der Autor neulich seinen Anteil am Gesamtfundus präparierte, bevor er sich mithilfe von Literatur und Expertenrat an einer Zuordnung versuchte. Im Ergebnis konnten die meisten Mikrokonche (mitunter als solche kenntlich durch eine erhaltene Apophyse ["Ohr"] als Pseudogarantiana dichotoma BENTZ, 1928 eingeordnet werden, während die Makrokonche zu Garantiana suevica (WETZEL, 1911) zu stellen sind. Insgesamt vertiefte die Auseinandersetzung mit der Bestimmung für den Autor auch einige z. T. ernüchternde allgemeine Erkenntnisse, was die Fossilbestimmung anbelangt. Die besprochenen Fundstücke werden auf 19 Abbildungen, meist aus mehreren Perspektiven und z. T. zusätzlich als "Rohlinge" fotografiert illustriert.
Geschrieben am 07/08/2016, 12:14 von Udo Resch
libelle-v-cymatophlebia-longialataIm nunmehr fünften Teil der Serie "Wie man eine Libelle aus dem Stein kitzelt" hatte der Autor erneut eine Libelle der Spezies Cymatophlebia longialata aus dem Wintershofer Bruchrevier (Solnhofener Plattenkalke, Tithonium, Oberjura) unter dem Stichel. Das Stück mit bewegter Vorgeschichte wurde ihm als anspruchsvolles Puzzle vorgelegt, das sich nach kleinteiliger Puzzelarbeit letztlich als noch weitestgehend vollständig erwies. So entstand nach dem Zusammensetzen und reichlich Klebe- und Stichelarbeiten ein attraktives, ziemlich zentriert auf der Matrix ausgerichtetes und darauf etwas exponiertes Fossil, das mit einer Flügelspannweite von 14 cm ein attraktives Schaustück geworden ist - eine Zierde für jede Solnhofen-Sammlung.
Geschrieben am 04/08/2016, 14:05 von Danylo Kubryk
ergaenzung-cenoceras-garantianenoolith-sengenthalBei einer dreitägigen Grabungsaktion im Bajocium des Steinbruchs Winnberg/Sengenthal konnte ein Steinkern-Grabungsteam im August 2014 zahlreiche Fossilien bergen. Den Hauptanteil des Fundspektrums bildeten Ammoniten, Muscheln, Schnecken, Brachiopoden und Belemniten. Nautiliden sind ungleich seltener und wurden dementsprechend nur vereinzelt gefunden und auch Fragmente als Belegstücke geborgen. Der Autor des Beitrags dokumentiert die Aufwertung eines solchen Belegexemplars mittels Ergänzung mit Akemi und Gesteinsmehl bis hin zum Schaustück. Das Für und Wider von Ergänzungen lässt sich trefflich diskutieren, sofern die Ergänzung dokumentiert, niemand getäuscht und keine wissenschaftlich relevanten Objekte verfälscht werden, entscheidet letztlich allein der persönliche Geschmack. So mag der Beitrag auch dazu anregen, zu überlegen, ob und wenn ja wie man selbst dieses oder ein ähnliches Stück ebenfalls ergänzt oder als unvollständigen Beleg in die Sammlung einrangiert hätte? Dabei ist zu bedenken, dass die Chance auf den Fund eines vollständigen Nautiliden aus Sengenthal für den einzelnen Sammler eher gering ist, denn hierfür muss eine Menge Gestein bewegt werden, was schon angesichts der begrenzten Zugangsmöglichkeiten zum Steinbruch schwierig ist.
Geschrieben am 29/07/2016, 21:16 von Axel Cordes
felix-ein-zweiter-hummer-aus-dem-oligozaen-von-lybystrand-daenemarkSturmtief "Felix" war es zu verdanken, dass der dänische Limfjord und damit auch der Fundpunkt bei Lybystrand im Januar 2015 ordentlich durchgeschüttelt wurden. Das Wasser stand zeitweilig, vom Wind getrieben, besonders hoch, so dass die Kliffs stärker als sonst erodierten und bisher verborgene Kalkkonkretionen zu Tage traten. Als eine gewisse Wetterberuhigung einsetzte, machte sich der Verfasser des Artikels mit seinem Sammlerfreund Michael Kick auf den Weg, um die günstigen Aufschlussbedingungen zu nutzen und auf die Suche nach oligozänen Lyby-Krabben zu gehen. Neben Lyby-Krabben entdeckte einer der beiden aber auch noch eine größere Rarität - einen Hummer, der später sogar das Interesse der Danekrae-Kommission in Kopenhagen erweckte.

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